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Kneippkur - ausgleichend und vitalisierend

Kneippkur - ausgleichend und vitalisierend
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Wasser - sanft und heilend

Glasklar und gesund
Zweimal Wasserstoff gepaart mit einmal Sauerstoff – so schlicht ist die chemische Zusammensetzung des Elements Wasser. Doch hinter dieser scheinbar simplen Kombination steckt mehr als viele von uns ahnen. Wasser ist nicht nur lebensnotwendig für unseren Körper, der zu ca. 63 Prozent aus H2O besteht. Elementar sind vor allem die Heilkräfte der klaren Flüssigkeit, die seit Jahrtausenden bekannt sind.

Bereits die Römer erbauten prachtvolle Bäder, in denen frisches Quell- oder Thermalwasser Körper und Geist stärken sollte. Auch heute setzen Heilbäder und Kurbetriebe auf dessen heilende Wirkung. Bayern bietet mit seinen fast 50 Heilbädern viele Heilmethoden auf Wasserbasis an.

Heilen von außen
Sebastian Kneipp erforschte ein Leben lang die heilende Wirkung des Wassers. Die Anfänge seiner Therapie bestanden in Bädern in der winterlichen, eiskalten Donau, mit denen er seine Tuberkulose auskurierte. Nach und nach kam er zu der Erkenntnis, dass auch warmes Wasser und wechselwarme Reize gegen Gesundheitsbeschwerden helfen. Voll- oder Teilbäder, Güsse, Waschungen, Wickel, Dampfbäder und Wassertreten sind bis heute feste Bestandteile einer Kneipp-Kur, die Immunsystem und Heilungskräfte des Körpers anregt. Heilwasser entstammt tiefen unterirdischen Wasservorkommen und ist bereits von seinem Ursprung her völlig rein. Es ist ein besonders wertvolles Wasser, denn aufgrund seines Gehalts an Mineralstoffen und Spurenelementen besitzt es eine nachgewiesene gesundheitliche Wirkung. Heilwasser trägt aber nicht nur dazu bei, gesund zu bleiben: neben der Vorbeugung gehören auch die lindernde und sogar heilende Wirkung bei bereits bestehenden gesundheitlichen Problemen zu seinen besonderen Eigenschaften.

Thermalwasser
Thermalwasser kommt heiß aus der Erde und unterscheidet sich von normalem Quellwasser durch seine Inhaltsstoffe, also Mineralien und Spurenelemente, die über die Haut aufgenommen werden, wie z. B. Schwefel, Kohlensäure oder Radon. Durch die besonderen Reize dieses Heilwassers kommt es an der Körperoberfläche zu chemischen und physikalischen Reaktionen. Je nach Konzentration und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe hilft Thermalwasser bei unterschiedlichen Leiden von Muskelverspannungen, Hautleiden bis zu Rheumatismus. Dabei werden die Anwendungen individuell von Fachärzten erstellt. Solequellen sind kalte oder heiße, kochsalzhaltige Quellen. Schwefelbäder mit einem Gemisch aus verschiedenen Schwefelverbindungen regen die Durchblutung an und wirken heilend bei Gelenkerkrankungen. Kohlensäurebäder fördern durch ihren Gehalt an Kohlendioxid die Durchblutung der Haut, helfen bei Bluthochdruck, stärken die Venen und lindern Herz-Kreislaufbeschwerden.

Heilen von innen
Heilwasser kann aber nicht nur zur Badetherapie verwendet werden, sondern ist auch in Form einer innerlichen Anwendung als Trinkkur fester Bestandteil einer Behandlung am Kurort. So regt sulfatreiches Heilwasser das Verdauungssystem an und wirkt deshalb diätunterstützend. Auch Harninfekte werden damit erfolgreich behandelt. Calciumreiches Wasser unterstützt die Remineralisierung der Knochen und ist ideal zum Vorbeugen oder Behandeln von Osteoporose, magnesiumreiches Wasser hilft bei Stress und Migräne. Zum Ausgleich des Säure-Basen Haushalts kann hydrogencarbonathaltiges Wasser getrunken werden.

 

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