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 Von Asthma und Burnout über Wechseljahre bis Zöliakie informieren Sie unsere AutorInnen hier über alle Gesundheitsthemen, die das Leben so mit sich bringt - ganzheitlich, mit medizinsch-therapeutischer Kompetenz und inspiriert von der Heilkraft bayerischer Naturschätze. Gönnen Sie sich diese Lesezeit!

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Die Bikini- und Badehosenzeit steht wieder vor der Tür. Und spätestens jetzt wollen viele endlich den letzten Winterspeck loswerden oder sogar den Wunsch vom Idealgewicht umsetzen. Eigentlich wissen wir alle, dass nur eine langfristige und konsequente Ernährungsumstellung Gewichtsprobleme lösen kann. Aber gibt es nicht doch einen „leichteren“ Weg? Wir stellen die fünf größten Mythen rund um das Thema Abnehmen vor – und erklären, was wirklich an ihnen dran ist.

Mythos #1: „Mir hilft jetzt nur noch eine Crash-Diät!“

Die Pfunde purzeln in kurzer Zeit, so versprechen es Crash-Diäten. Dabei wird die Kalorienaufnahme massiv reduziert, der Körper muss an seine Fettreserven gehen. Häufig setzen Crash-Diäten auf ein Hauptnahrungsmittel: Kohlsuppe, Ananas oder Tomaten. Doch Achtung: Hier droht eine einseitige Ernährung, falls man nicht zusätzlich Obst, viel Gemüse, Fisch oder mageres Fleisch auf den Speiseplan setzt. Hungergefühle und Übellaunigkeit können weitere Nachteile sein. Durch die Radikal-Diät werden zudem Kreislauf und Immunsystem stark belastet. Und das Schlankwerden? Der auf der Waage sichtbare Erfolg ist in der Regel nur der Verlust von Wasser. Wer nach der Diät wieder in alte Essgewohnheiten zurückfällt, füllt seine Fettdepots wieder auf und nimmt schnell zu – der „Jojo-Effekt“.

Mythos #2: „Glutenfrei – so komme ich gesund auf mein Wunschgewicht!“

Gluten ist eines der Unwörter unserer Zeit. Es soll sogar richtig krank machen. Und für geschätzte rund 1 Prozent der deutschen Bevölkerung stimmt das auch. Diese Menschen leiden an Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie – eine schwere Erkrankung des Verdauungssystems, bei dem die Darmwand degeneriert, so dass die Betroffenen Nahrung nicht mehr richtig verdauen können. Nährstoffmangel und Wachstumsstörungen, bei jungen Erkrankten, gehören zu den gefährlichen Folgen. Aber was ist Gluten eigentlich? Ein Gemisch aus Proteinen, das in vielen Getreidesorten vorkommt – und auch in Produkten, die daraus hergestellt werden. Wer jedoch ausschließlich aus Figurbewusstsein auf Gluten verzichtet, verzehrt meist keine Vollkorn-Produkte – und verliert damit deren schützende Effekte vor Herzerkrankungen. Und: Wenn man nur Getreideprodukte weglässt, aber andere Kohlehydratquellen, Süßigkeiten oder süße Getränke weiter übermäßig zu sich nimmt, wird man auch keinen Erfolg auf der Waage sehen.

Mythos #3: „Einfach abends nichts mehr essen – schon nehme ich ab!“

Ein ausgiebiges, leckeres Abendessen kann zu einem Völlegefühl im Magen führen, das uns am Einschlafen hindert. Aber werden wir davon auch dicker? Ein altes Sprichwort empfiehlt zu unserer täglichen Nahrungsaufnahme: „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettler“. Der Schönheitsfehler an diesem Rat: So pauschal stimmt er nicht. Nicht die Uhrzeit der Mahlzeiten macht den Unterschied, ob wir zu- oder abnehmen, sondern die Menge der Kalorien, die wir über den gesamten Tag zu uns nehmen.

Mythos #4: „Ich mache jetzt mehr Sport, dann darf ich essen, was ich will!“

Eine schöne Vorstellung, nur leider falsch. Denn wer allzu oft fette Nudelgerichte oder Fast-Food konsumiert, müsste schon fast den ganzen Tag Sport machen, um die damit verbundenen Kalorienmengen zu verbrennen. Sport ist wichtig, tut uns gut – kann aber immer nur eine Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung sein, bei der man die tägliche Kalorienmenge im Blick hat und die Fettverbrennung aktiviert ist. Dann klappt es auch beim Abnehmen, sehr gerne mit Sport!

Mythos #5: „Wenn ich abnehmen will, muss ich nur die Süßigkeiten weglassen!“

Bitte nicht! Wer Lust auf Süßes hat, sollte Süßes essen – auch beim Abnehmen. Aber nur ab uns zu und in Maßen. Wer sich während einer Diät mit selbst auferlegten Verboten „bestraft“, stärkt das Bedürfnis danach nur um so stärker. Es kommt dann zu den berüchtigten „Heißhunger-Phasen“: Wir holen das, worauf wir verzichtet haben, in viel zu kurzer Zeit und viel zu großer Menge nach. Besser ist es, auch neue Produkte kennenzulernen und genießen zu lernen. So kann der Genuss zu einer weiteren Motivation werden, die eigene Ernährung zu verbessern, umzustellen – und überflüssige Pfunde zu verlieren.

Eine Abkürzung zum Wunschgewicht gibt es leider nicht. Der Weg dahin führt an gesunder und bewusster Ernährung und ausreichender Bewegung nicht vorbei. Das fällt Vielen nicht leicht – doch keine Sorge: Die Experten aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten unterstützen Sie gerne mit individuellen Programmen bei der Erreichung Ihres Ziels. Sprechen Sie uns an.

Redaktion GESUNDES BAYERN

Hier schreiben GESUNDES BAYERN-Kolleginnen sowie Gesundheitsexpert/Innen aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten.

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