Sport ist ihr Beruf und ihr Lebensmittelpunkt. Bis zu 30 Stunden pro Woche trainiert die Profi-Snowboarderin und Olympia-Silber-Gewinnerin Anke Wöhrer. Neben dem Sport liebt sie besonders auch die Region Prien am Chiemsee und wurde dafür sogar Regionsbotschafterin. Im Gesundes Bayern-Interview erklärt sie, warum auch für Nicht-Leistungssportler regelmäßige Bewegung wichtig ist, warum Prien am Chiemsee Sportlerherzen höher schlagen lässt und wie man durch kleine Tricks im Alltag fitter wird – ganz ohne Fitnessstudio.

Frau Wöhrer, was machen Sie persönlich, um sich fit zu halten?

Anke Wöhrer: Abgesehen von meinen beruflichen Trainingseinheiten, gehe ich in meiner Freizeit sehr gerne Radeln oder Laufen. Aber auch Beach-Volleyball spiele ich gerne. Und vor dem leistungssportlichem Hintergrund bin ich auch immer fleißig am Dehnen und bei Bauch-Rücken-Übungen dabei – weil ich weiß, wie wichtig das einfach ist.

Warum ist regelmäßige Bewegung für jeden von uns wichtig?

Erstens ist Sport gesünder, wenn der Körper daran gewöhnt ist. Lieber geht man jeden Tag eine Viertelstunde laufen, als zwei Wochen gar nichts zu machen, um dann gleich an einem Marathon teilzunehmen. Damit kann der Körper nicht umgehen. Zweitens sind die Effekte viel größer, wenn man regelmäßig Sport macht, eben weil sich der Körper daran gewöhnt. Dann kann man nach und nach seine Leistung steigern – und wird einfach fitter. Und dafür muss man gar nicht unbedingt den großen Aufriss machen und in dem Sinn trainieren gehen. Man hilft sich eigentlich schon am meisten, wenn man einfach seinen Alltag umstrukturiert und sportlicher gestaltet. Also am besten immer die Treppen nehmen und überall zu Fuß hingehen – damit ist schon viel getan.

Sie haben bestimmt manchmal auch Tage, wo Sie lieber im Bett bleiben würden. Wie motivieren Sie sich, den inneren Schweinehund zu überwinden?

Die Tage habe ich in der Tat, das ist aber auch normal. Ich motiviere mich am besten damit, dass ich weiß, wie viel besser ich mich nach dem Sport fühle – weil ich es gemacht habe. Und dann hat man sich ja auch eine Belohnung verdient – eine Tafel Schokolade oder eben etwas anderes, was man gerne isst. Also lieber hinterher etwas Süßes essen und man hat sich bewegt als gar nicht bewegen und nichts essen. Das bringt nur schlechte Laune.

Jetzt ist nicht jeder so sportlich wie Sie. Welche Sportarten empfehlen Sie denn dem Hobby-Sportler?

Sehr empfehlenswert sind grundsätzlich Fahrrad fahren und Schwimmen. Die Gelenke werden hier wenig belastet. Damit eignet sich das für jeden, ganz egal, wie alt oder wie fit man ist. Und gerade Radfahren ist ja überall sehr gut umsetzbar. In der Stadt spart man sich so auch gleich die lästige Parkplatzsuche, wenn man zur Arbeit radelt und nicht mit dem Auto kommt.

Und was sollte man gerade in Prien am Chiemsee machen?

Hier in Prien am Chiemsee kann man eigentlich alles machen. Das ist ja das Schöne hier – und auch der Grund, warum ich mich hier so wohlfühle. Es gibt wunderschöne Lauf- und Radstrecken rund um den See. Die Berge direkt vor der Tür laden zum Klettern, Wandern und Moutainbiken ein – und natürlich kann man hier jeglichen Wassersport betreiben: von Schwimmen über Stand-Up-Paddeln und Kanufahren bis hin zum Segeln. Also da ist wirklich für jeden was dabei.

Vielen Dank für das Gespräch!

Im Video nimmt Sie Anke Wöhrer mit auf eine Ihrer Lieblingslaufstrecken – quer über die Herreninsel.

Video Anke Wöhrer

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Redaktion GESUNDES BAYERN

Hier schreiben GESUNDES BAYERN-Kolleginnen sowie Gesundheitsexpert/Innen aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten.

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