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 Von Asthma und Burnout über Wechseljahre bis Zöliakie informieren Sie unsere AutorInnen hier über alle Gesundheitsthemen, die das Leben so mit sich bringt - ganzheitlich, mit medizinsch-therapeutischer Kompetenz und inspiriert von der Heilkraft bayerischer Naturschätze. Gönnen Sie sich diese Lesezeit!

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Mit dem Gedächtnis ist das manchmal so eine Sache: Morgens vergisst man gerne mal den Schlüssel, im Büro kann man sich partout nicht mehr an den Namen des neuen Kollegen erinnern und abends, vom Feierabendeinkauf gerade zu Hause, fällt einem ein, was man eigentlich hätte besorgen wollen. Keine Sorge, diese kleinen Unpässlichkeiten unseres Erinnerungsvermögens sind noch lang kein Grund zur Sorge. Nervig sind sie dennoch. Wir verraten Ihnen Tipps und Tricks, wie Sie Ihr Gedächtnis trainieren können.

Aufschreiben beugt Vergessen vor

Eine Binsenwahrheit, aber wahr: Wenn Sie sich etwas merken wollen, dann schreiben Sie es sich auf – und zwar am besten nicht ins Smartphone, sondern ganz altmodisch mit Stift und Papier. Warum? Durch Ihre Notizen lösen Sie unterschiedliche  – sowohl haptische, sinnliche wie auch visuelle – Reize aus. Ihr Gehirn läuft damit auf Hochtouren und Sie werden sich besser an alles erinnern. Und am Ende brauchen Sie die Notiz vielleicht gar nicht mehr.

Neue Namen laut wiederholen – und als Bild abspeichern

Jeder kennt die Situation: Eben noch hat sich der neue Kollege vorgestellt, „Hallo, ich heiße Martin“ – und schon ist sein Name weg. Damit Ihnen das nicht mehr passiert, folgende Tipps: Prägen Sie sich den Namen gut ein. Achten Sie dabei darauf, dass Sie ihn auch wirklich richtig verstanden haben. Am besten wiederholen Sie ihn gleich noch ein paar Mal und sprechen ihn dabei laut aus. Es hilft auch, wenn Sie den Namen mit Bildern gleichsetzen. Visualisierungen kann sich unser Gehirn viel besser merken als bloße Informationen. Verbinden Sie Martin doch im Kopf mit einem Bild vom Laternenumzug am St-Martins-Tag.

Werden Sie zum Geschichtenerzähler

Wie schon angesprochen, können wir uns an Daten und Fakten besser erinnern, wenn wir sie mit kleinen Bildern in Zusammenhang setzen – oder noch besser – in Geschichten einbinden. Beispiel: Sie wollen sich die Nummernfolge 2 8 3 9 4 7 merken. Die Geschichte könnte lauten: „2 Affen aßen 8 Bananen und hatten danach Lust auf 3 Gläser Milch. Sie besuchten 9 Kühe, die für die Milch 4 Kuchen haben wollten, lieferbar in 7 Tagen.“ Albern, aber wirksam. Probieren Sie es aus. Wenn sie die Zahlen auch noch mit Bildern verbinden – die 2 als Schwan zum Beispiel – klappt es noch besser. Sie werden sehen, zukünftig sind Telefonnummern, Namen und Einkaufszettel kein Problem mehr.

Finger weg von Kreuzworträtseln – fordern Sie Ihr Gehirn lieber richtig!

Senkrecht, sieben Kästchen – biblische, lasterhafte Stadt? Gomorra. Kreuzworträtsel-Fans dürften keinen Moment für die richtige Antwort gezögert haben. Und genau hier liegt die Krux: Beim regelmäßigen Kreuzworträtseln kennt man alle notwendigen Begriffe. Das Ausfüllen passiert mehr oder weniger automatisch. Das Gehirn wird so kaum gefordert – als Gedächtnistraining sind Kreuzworträtsel daher nicht geeignet. Um Ihr Gehirn auf Trab zu halten, sollten Sie es lieber immer wieder mit neuen kognitiven Aufgaben fordern. Erlernen Sie zum Beispiel neue Sprachen oder musische Instrumente.

Mit Sport gegen die Vergesslichkeit

Jeder weiß, wie wichtig regelmäßige Bewegung für die Gesundheit ist. Ausdauertraining kann aber tatsächlich auch den Alterungsprozess im Gehirn nachweislich verlangsamen. Dafür sollten Sie idealerweise drei Mal in der Woche ungefähr 45 Minuten joggen, walken oder Rad fahren – bestenfalls natürlich an der frischen Luft. Schließlich bietet gerade die bayerische Natur nahezu unzählige Möglichkeiten, aktiv zu werden und etwas für seine Fitness – und eben auch etwas für sein Gedächtnis – zu tun. Ausreden gelten hier nicht – denn ob steile Berge für die Mountainbiker, flache Uferpromenaden für die Nordic Walking-Fans oder hügelige Waldlandschaften für den Jogger und Wanderer – hier findet sich für jeden etwas. Probieren Sie es doch gleich heute noch aus!

Ob Pin-Codes, Namen oder Einkaufslisten – wir müssen uns im Alltag einiges merken. Mit unseren Tipps sind Sie bestens gewappnet – und wenn Ihnen trotzdem mal das ein oder andere entfällt, muss Ihnen das nicht peinlich sein. Das passiert jedem von uns. Bleiben Sie locker, gehen Sie offen damit um – und oft kommt das Vergessene im unbewussten Moment von selbst wieder zurück.

Redaktion GESUNDES BAYERN

Hier schreiben GESUNDES BAYERN-Kolleginnen sowie Gesundheitsexpert/Innen aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten.

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