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16/8, 20/4 oder 5/2: Diese Zahlen beschreiben den Rhythmus von Fasten- und Essenszeit beim Intervallfasten. 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen. Oder 20 Stunden fasten und 4 Stunden essen. Bei der 5/2-Methode fastet man nach Tagen: 5 Tage essen, 2 Tage fasten.

„Jeder muss für sich entscheiden, welche Form des Intervallfastens am besten zu seinem Leben passt“, weiß Carina Sporrer, Diätassistentin im Kurzentrum Weißenstadt am See. Sie betreut dort unter anderem Gäste, die im Rahmen des Angebots Heilsames Intervallfasten ihre Ernährung umstellen möchten.

„Spätestens nach dem zweiten Aufenthalt bei uns haben fast all unsere Gäste die Umstellung verinnerlicht“. Der lästige JoJo-Effekt ist dann also kein Thema mehr. Zumal man im Grunde sein Leben lang Intervallfasten kann.

Carina Sporrer ist Diätassistentin im Kurzentrum Weißenstadt am See und von dem alltagstauglichen Intervallfasten überzeugt.
© Carina Sporrer, Weißenstadt - Carina Sporrer ist Diätassistentin im Kurzentrum Weißenstadt am See und von dem alltagstauglichen Intervallfasten überzeugt.

Keine Diät im eigentlichen Sinn

Sporrer ist von der alltagstauglichen Diät, die eigentlich nicht so wirklich eine Diät ist, überzeugt: „Natürlich darf man nicht nach Herzenslust schlemmen, aber man muss auch auf nichts verzichten“. Auf das richtige Maß kommt es an. Und das ist beim Intervallfasten „eine Handvoll“. Auf den Tag verteilt heißt das für die Essenszeit: 2 Handvoll Obst, mindestens 3 Handvoll Gemüse und Milchprodukte, 4 Handvoll komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornnudeln, Kartoffeln, Hülsenfrüchte. In der Fastenzeit verzichtet man auf Essen, darf und soll aber trinken – alles, was ohne Zucker ist. Also Tee, Wasser und schwarzen Kaffee. 2 Liter pro Tag ist hier das empfohlene Maß. Alkohol sollte nach Möglichkeit weggelassen werden, weil es viel Zucker enthält. Aber auch hier gilt: Ein Glas Wein ab und zu ist ok. Genauso wie eine Tafel Schokolade oder ein Snickers – jeweils die kleinen Portionen.

Am Ball bleiben

Fast bei jeder Diät sind die Hoffnungen auf schnellen Gewichtsverlust groß, aber auch beim Intervallfasten kommt es auf die Dauer an: Pro Woche nehmen Frauen 1 bis 1,5 Kilo ab, Männer ungefähr 2 Kilo. „Der Erfolg zeigt sich längerfristig“, weiß Carina Sporrer. „Und stellt sich dafür dauerhaft ein, wenn die Ernährung umgestellt wurde“. Das geschieht in den meisten Fällen fast automatisch, weil sich Körper und Geist schnell an die gesünderen Lebensmittel, Intervalle und Portionen gewöhnen.

Alltagstauglich und gesund

Intervallfasten wirkt sich nicht nur positiv auf die Kleidergröße aus: Es senkt die Blutzuckerwerte, den Bluthochdruck, gönnt der Bauchspeicheldrüse regelmäßige Pausen und reduziert ganz allgemein die Symptome des metabolischen Syndroms. Dieses ist keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Kombination verschiedener Krankheiten und Symptome und wird heutzutage als der wichtigste Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesehen. „In der Praxis hat sich die 16/8-Methode am meisten bewährt“, verrät die Ernährungsexpertin aus Unterfranken.

Mit Intervallfasten zum Wunschgewicht und körperlichem Wohlbefinden.
© Pixabay/silviarita - Mit Intervallfasten zum Wunschgewicht und körperlichem Wohlbefinden.

Ohne Einschränkung?

Das Intervallfasten eignet sich nicht für insulinpflichtige Diabetiker, Menschen mit einer Leber- und Nierenerkrankung, einer nicht behandelten Schilddrüsenerkrankung oder einer Essstörung. Auch Frauen in der Schwangerschaft oder Stillzeit sollten die Finger davonlassen.

Redaktion GESUNDES BAYERN

Hier schreiben GESUNDES BAYERN-Kolleginnen sowie Gesundheitsexpert/Innen aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten.

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