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 Von Asthma und Burnout über Wechseljahre bis Zöliakie informieren Sie unsere AutorInnen hier über alle Gesundheitsthemen, die das Leben so mit sich bringt - ganzheitlich, mit medizinsch-therapeutischer Kompetenz und inspiriert von der Heilkraft bayerischer Naturschätze. Gönnen Sie sich diese Lesezeit!

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Sanfte Bewegungsart mit positiven Effekten auf die physische und psychische Gesundheit: Die alte indische Philosophie des Yoga hat in den vergangenen Jahren einen weltweiten Boom erlebt, weil sie für Menschen jeden Alters individuelle Chancen auf Erhaltung und Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden bietet.

Yoga ist keine Sportart im klassischen Sinn, denn es beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz und besteht aus drei Säulen, die in jeder Yogastunde praktiziert werden:

  • Pranayama: Atemübungen
  • Asanas: Körperhaltungen
  • Meditation: Tiefenentspannung

Diese Kombination wirkt auf Körper, Seele und Geist – beruhigend, ausgleichend und energetisierend. Beim Pranayama, den Atemübungen, soll die Lebensenergie aktiviert und zum Fließen gebracht werden. Die Asanas, die Körperhaltungen, sollen nicht nur auf Muskeln, Gelenke, Herz, Kreislauf-, Nerven- und Lymphsystem, sondern auch auf Organe, Geist und Psyche wirken. Die Meditation dreht sich um Entspannungstechniken, durch die Stresshormone abgebaut und Glückshormone ausgeschüttet werden. Da wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Yoga ein Heilmittel für etliche körperliche und psychische Probleme ist, wird es auch in vielen bayerischen Kurorten und Heilbädern angeboten. Ein großer Vorteil des Yogas ist, dass man zwar keine Vorkenntnisse braucht, doch das Üben sollte nur unter professioneller Anleitung durch Experten aus den Kurorten stattfinden. Denn es existieren viele verschiedene Yoga-Stile, die sich an unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben richten. Hier einige Beispiele:

Das Kundalini-Yoga soll das Kundalini, die ätherische Kraft im Menschen, erwecken.
© gesundes-bayern.de - Das Kundalini-Yoga soll das Kundalini, die ätherische Kraft im Menschen, erwecken.

Iyengar-Yoga

Der vom indischen Yogameister B.K.S. Iyengar entwickelte Stil gilt als einer der ältesten und traditionellsten und geht in die therapeutische Richtung. Geeignet für jedermann, egal ob älter oder jünger, ob Topsportler, mit Bewegungseinschränkungen und Verletzungen oder zur Rehabilitation. Mit Hilfsmitteln wie Gurten, Klötzen, Stühlen und Wandseilen können auch Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen die Asanas ausführen und Blockaden lösen sowie steife Körperregionen beweglicher machen. Der Iyengar-Lehrer gibt gezielte Anweisungen, die von der Kopfkrone bis zur genauen Positionierung der kleinen Zehen reichen und korrigiert aktiv Fehlstellungen. Da die Asanas lange gehalten werden, ist Iyengar-Yoga eher statisch.

Vinyasa-Yoga

Eine dynamische Yoga-Richtung, bei der die fließenden Bewegungen synchron mit dem Atem ausgeführt werden. Vinyasa wirkt kräftigend und stabilisierend, die Muskulatur wird gestärkt, die Balance gefördert, Gelenke und Wirbelsäule werden mobilisiert. Geeignet für alle, die gerne aktiv sind und ins Schwitzen kommen möchten.

Yin-Yoga

Ein ruhiger, eher passiver und einsteigerfreundlicher Yoga-Stil, bei dem die Asanas für mehrere Minuten gehalten werden. Das Üben findet größtenteils liegend und sitzend statt. Durch die langsame Abfolge der Asanas hat jeder die Möglichkeit, die Positionen gut zu erlernen und zu korrigieren. Beim Yin-Yoga geht es vor allem darum, tiefliegendes Bindegewebe und Muskeln mit Hilfe der Schwerkraft zu dehnen.

Kundalini-Yoga

Bei diesem Stil liegt der Fokus stärker auf geistigen und spirituellen Aspekten. Atem und Körperbewegungen sind aufeinander abgestimmt mit dem Ziel, Energie zu aktivieren.

Hormon-Yoga

Bei dieser Richtung geht es darum, Frauen in den Wechseljahren zu einer besseren hormonellen Balance zu verhelfen. Dinah Rodrigues, studierte Psychologin und Philosophin aus Brasilien, entwickelte dafür eine 30-minütige Übungsreihe, die direkt auf die weiblichen, hormonerzeugenden Drüsen und Organe wie Eierstöcke, Schilddrüse, Hypophyse und Nebennieren wirken soll.

Egal, welcher Yoga-Stil: Sich zu spüren, die Atmung bewusst lenken zu lernen, Muskeln zu dehnen und Gelenke zu mobilisieren sowie den Geist zu fokussieren, das tut jedem gut. Yoga hilft auch nachweislich bei Rücken-, Knie- oder Kopfschmerzen und Entzündungen, bei Bluthochdruck, Herzrhythmus-Störungen, Diabetes, Übergewicht, Stress und Burnout. Ein Gesundheitsaufenthalt in den bayerischen Kurorten und Bädern ist die ideale Möglichkeit, um auch die vielseitige Wirkung von Yoga kennenzulernen, an unterschiedlichen Stunden teilzunehmen und mit diesen Kenntnissen zu Hause den passenden Kurs zu finden und weiterzumachen.

 In Bad Aibling beispielsweise wird in den Sommermonaten Yoga im Kurgarten angeboten, im Tölzer Land und in Bad Bocklet werden Yoga-Einheiten mit Ayurveda verbunden und in Bad Wiessee ist Yoga Teil diverser Präventionsprogramme, zum Beispiel der Aktivwoche Rücken  oder der Aktivwoche Herz-Kreislauf. Weitere Angebote gibt es zum Beispiel in Bad Reichenhall oder auch in Bad Endorf

Das Hormon-Yoga hilft den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
© www.gesundes-bayern.de – Gert Krautbauer - Das Hormon-Yoga hilft den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Michaela Strassmair

Michaela Strassmair ist im tiefsten Oberbayern neben Skilift und Tennisplatz aufgewachsen, was sie zu einem Bewegungs-Junkie machte. Als sie immer wieder mit dem Fahrrad durch Südostasien reiste, begründete sie dies erst mit ihrem Ethnologie-Studium, später als Reisejournalistin. So faszinierend die exotischen Länder und Menschen auch waren – irgendwann stellte sie fest, dass es in Bayern doch am schönsten ist. Seither verbringt sie jede freie Minute in den Bergen und befasst sich mit ihrem Lieblingsthema „Wie bleibt man mit natürlichen Mitteln gesund, fit und glücklich“.

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