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 Von Asthma und Burnout über Wechseljahre bis Zöliakie informieren Sie unsere AutorInnen hier über alle Gesundheitsthemen, die das Leben so mit sich bringt - ganzheitlich, mit medizinsch-therapeutischer Kompetenz und inspiriert von der Heilkraft bayerischer Naturschätze. Gönnen Sie sich diese Lesezeit!

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Erinnern Sie sich noch an den wunderschönen Waldspaziergang mit Ihrer ersten großen Liebe? Oder an das Pilze suchen mit der Großmutter? Tauchen Sie in Bayern ein in die wundersame Welt der Wälder – mit ihren rund fünf Milliarden Bäumen. Ein Drittel des Freistaats ist davon bedeckt und kostbarer Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere. Zwischen alten Baumbeständen erleben Sie bei Ihrem Gesundheitsurlaub die Natur besonders intensiv. Hier lesen Sie, was Waldbaden so einzigartig macht.

Waldbaden: das steckt hinter dem Trend

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in einem der bayerischen Kurorte achtsam durch einen dichten, möglichst naturbelassenen Wald. Atmen Sie tief ein und nehmen Sie die Natur um sich herum mit allen Sinnen wahr – wie sie riecht, wie sich Moos und Laub unter Ihren Füßen anfühlen. Nach einer gewissen Zeit setzen Sie sich auf einen Baumstumpf, einen großen Stein oder auch auf den Boden – und gehen tief in sich. Das ist Waldbaden.

Was in Japan unter dem Namen „Shinrin-yoku“ bereits eine anerkannte medizinische Praxis ist, die sogar Ärzte verordnen, bezeichnen westliche Ärzte oft als „Wellness-Trend“ ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Dabei tut Waldbaden nicht nur gut, sondern ist auch medizinisch wirksam.

Das bestätigt unter anderem der japanische Forscher Qing Li von der Nippon Medical School. 2010 hat er in einer Studie untersucht, wie effektiv ein kurzer Spaziergang im Wald auf unsere Gesundheit wirkt. Dabei hat er herausgefunden, dass schon zwanzig Minuten spazieren im Wald

  • das Level des „Stresshormons“ Cortisol senkt – Sie fühlen sich ausgeglichen.
  • die Produktion körpereigener Abwehrzellen ankurbelt – sogenannter „Killerzellen“. Das kann Ihr Immunsystem stärken und Sie werden seltener krank.
  • den Blutdruck senkt. Sie können sich besser konzentrieren und sind leistungsfähiger.

Nach einer Stunde im Wald passiert mit Ihrem Körper Folgendes: Ihre Lungenkapazität verbessert sich und Ihre Arterien werden elastischer – Sie atmen tiefer und spüren, wie sauerstoffreiches Blut jedes Körperteil mit Lebensenergie versorgt. Aber warum genau beeinflusst der Wald uns eigentlich so positiv?

Die Heilkraft der Bäume: atmen Sie tief ein!

Kurz gesagt: Forscher wissen es nicht genau. Sie vermuten aber, dass im Wald verschiedene sogenannte „Mikrostoffe“ besonders nachhaltig auf Ihren Körper wirken. Mikrostoffe sind besondere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, von denen Ihr Körper zwar nicht viel braucht – ohne sie fühlen Sie sich aber geschwächt und kränklich. In der Waldluft wiesen Forscher vor allem diese drei Mikrostoffe nach:

  1. Phytonzide sind natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel, die Pflanzen selbst produzieren. Auf den Menschen sollen sie wie Antibiotika wirken – sie töten Bakterien ab.
  2. Terpene sind natürliche Antioxidantien. Sie sind zum Beispiel in Orangen, aber auch in pflanzlichen Harzen und ätherischen Ölen enthalten, und schützen Ihren Körper vor Abgasen, UV-Strahlung und anderen schädlichen Umwelteinflüssen.
  3. Terpenoide wirken antiseptisch, antibakteriell und entzündungshemmend. Sie sind unter anderem in Kräutern wie Eukalyptus, Lorbeer und Salbei enthalten.

Waldbaden in Bayern: Entschleunigung in unberührter Natur

Erleben Sie in Bayern mehr als 40 heimische Baumarten, zum Beispiel Tannen, Fichten und Buchen. Etwa bei Ihrem Gesundheitsurlaub im Heilbad Bad Wiessee spüren Sie, wie wohltuend die sanfte Berglandschaft der bayerischen Alpen auf Ihren Körper wirkt. Hier, am Westufer des oberbayerischen Tegernsees, vor der Kulisse des glitzernden Wassers, tanken Sie neue Kraft.

Auch im heilklimatischen Kurort Bodenmais im Herzen des Bayerischen Waldes entdecken Sie eine einzigartige Landschaft: Inmitten herrlicher Hochwälder liegt der niederbayerische Kurort am Südhang des Großen Arber – dem höchsten Berg der Region. Rund eine Stunde Fahrt entfernt erwartet Sie in Eging am See eine Kulturlandschaft mit Wiesenhängen, Tälern und bewaldeten Bergrücken.

Oder Sie machen Gesundheitsurlaub in Bad Königshofen im Naturpark Haßberge, gelegen zwischen Rhön und Thüringer Wald. Hier entspannen Sie umgeben von ursprünglicher Natur und heilenden Mineralquellen.

Der Waldboden in Bayern ist bedeckt von Moosen und bietet wilden Blumen einen Lebensraum. Beim Waldbaden atmen Sie angeleitet von einer speziell ausgebildeten Heimatführerin die wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoffe aus diesem besonderen Ökosystem ein – und fühlen, wie sich Ihr ganzer Körper schon nach kurzer Zeit entspannt. Auch Ihr Geist kommt zur Ruhe: Anstatt gedanklich um Arbeit, Stress und Sorgen zu kreisen, denken Sie an die wirklich wichtigen Dinge im Leben – Ihre Ausgeglichenheit, Ihren inneren Frieden und Ihre Balance.

Buchen Sie jetzt Ihre persönliche Auszeit in der wohltuenden und medizinisch wirksamen Natur der bayerischen Kurorte – und atmen Sie auf!

Janina Ottma

Janina Ottma kommt ursprünglich aus dem Nordwesten Deutschlands, dem Ruhrgebiet. Mittlerweile genießt sie die frische Münchner Luft, die aus den Alpen in die bayerische Landeshauptstadt weht. Bei einem ausgiebigen Spaziergang an der Isar oder beim Yoga kommt sie zur Ruhe. Achtsamkeit und Meditation in ihren eigenen Alltag zu integrieren, ist ihr wichtig. Damit ihre Kreativität weiterhin fließt und sie ihre positiven Erfahrungen rund um das Thema "Kraft tanken" weitergeben kann.

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