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Gelenkbeschwerden? So kommt die Lust am Leben zurück.

Wenn das Knie beim Laufen zwickt oder der Händedruck schmerzt – Gelenkschmerzen sind so alt wie die Menschheit. Was sind die Ursachen und welche sanften Therapien lindern die Beschwerden?

Nicht nur unsere Haut, auch unsere Gelenke altern. Typisches Anzeichen von Gelenkverschleiß – das medizinisch als Arthrose bezeichnet wird – ist der so genannte Anlaufschmerz am Morgen. Grund ist eine Abnutzung des Knorpels, der die Knochenenden überzieht. Kleine Risse und die daraus entstehenden Zerfaserungen reiben aneinander und tragen so schleichend die Knorpelfläche ab. Dieser Prozess kann sich über Jahre hinziehen.

Bei stärkerem Abrieb kommt es immer wieder zu Entzündungsschüben, die sich jedoch mit Medikamenten gut in den Griff bekommen lassen. Liegt allerdings irgendwann der Knochen frei, bedeutet das für die sportliche Betätigung meist das Aus. Selbst Treppen steigen oder Spazierengehen ist oft nicht mehr ohne Schmerzen möglich. Ein künstliches Gelenk hilft vielen Betroffenen dabei, wieder in ein aktives Leben durchzustarten.

So senken Sie Ihr Arthroserisiko

Kann man einer Arthrose vorbeugen? Ja und nein. Ist der Grund der Arthrose beispielsweise ein Beckenschiefstand, kann die Fehlbelastung durch Schuheinlagen ausgeglichen werden. Auch der altersbedingten Abnutzung der Gelenke kann man einiges entgegensetzen:

Um das Arthroserisiko zu senken, sollten Sie sich frühzeitig von überflüssigen Pfunden trennen. Auch regelmäßige Bewegung hält die Gelenke gesund. Denn nur bei Bewegung erzeugt der Körper die so wichtige Gelenkflüssigkeit. Diese lässt einerseits einen Gleitfilm zwischen den Knorpelflächen entstehen, was dem Verschleiß entgegenwirkt. Andererseits ernährt die Gelenkflüssigkeit das Knorpelgewebe.

Gerade bei einer beginnenden Arthrose lindert Bewegung die Beschwerden deutlich. Dabei spielt nicht nur die zusätzlich produzierte Gelenkschmiere eine Rolle. Wer Sport macht, baut Muskulatur auf und Gewicht ab – das entlastet die Gelenke. Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Tennis und Fußball sind jedoch nicht geeignet. Besser sind Schwimmen oder Rad fahren.

Wenn die Gelenke sich plötzlich entzünden – Rheumatoide Arthritis

Wie die Arthrose beginnt die rheumatoide Arthritis häufig im fünften und sechsten Lebensjahrzehnt. Sie befällt – meist symmetrisch – die Gelenke von Fingern, Händen und Zehen. Die rheumatoide Arthritis ist keine chronische entzündliche Erkrankung. Ihre Ursachen sind jedoch noch nicht vollständig geklärt.

Eine wichtige Rolle spielt vermutlich eine gestörte Immunabwehr. Im Gelenk führt das dazu, dass sich die Innenhaut entzündet. Die Folge: Eine schleichende Zerstörung des Knorpels. Wie bei der Arthrose reibt im Extremfall Knochen auf Knochen. Als mögliche Auslöser gelten das Rauchen und genetische Faktoren.

Wenn die rheumatoide Arthritis frühzeitig behandelt wird, kann jeder Zweite wieder beschwerdefrei werden. Mit speziellen Medikamenten lässt sich die Entzündung beseitigen, bevor sie dauerhafte Schäden anrichtet. Weil die Früherkennung für den Verlauf so wichtig ist, raten die Experten: Wer mehr als sechs Wochen Schwellungen an mehr als zwei Gelenken hat, die nicht von einem Unfall herrühren, sollte einen Rheumatologen aufsuchen. Auch wenn der Spezialist die rheumabedingte Arthritis vorrangig mit Medikamenten behandelt, ist Bewegung für den Therapieerfolg von großer Bedeutung. Gelenke, die über längere Zeit geschont werden, verlieren an Kraft und versteifen. Spezielle Übungen halten die Gelenke dagegen beweglich und gleichen funktionelle Schäden aus. Besonders beliebt ist die Bewegungstherapie im warmen Wasser.

Thermalwasser bringt eingerostete Gelenke in Schwung

Im Wasser trägt man nur etwa ein Zehntel seines Körpergewichts. Daher stehen Aquagymnastik und Schwimmen bei Gelenkbeschwerden hoch im Kurs. Die bayerischen Thermalbäder bieten dafür ideale Voraussetzungen. Zum einen wirkt das wohltemperierte Heilwasser muskelentspannend und lockert Blockierungen. Zum anderen fördert der hohe Gehalt an gelösten Mineralien wie Schwefel oder Jod den Heilungsprozess.

Viele schwören auch auf das Solebad. Das Schweben im salzhaltigen Wasser lindert Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparats besonders wirksam.

Moorbäder – schmerzlindernd und entspannend

Um körperlich wieder fit zu werden, muss man weitgehend schmerzfrei sein. Eine traditionelle bayerische Moorbadtherapie erzielt positive Effekte bei viele Arthrose- und Arthritis-Geplagten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Patient keinen akut-entzündlichen Schub hat.

Das Moorbad macht sich die langsame Wärmeabgabe des Torf-Wasser-Gemischs zunutze. Trotz Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius verbrühen sich die Patienten im Moorbad nicht. Allerdings erhöht sich während der etwa 20-minütigen Anwendung die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad. Der Patient wird in eine Art künstliches Fieber versetzt. Diese Überwärmung regt das Immunsystem an. Entzündliche Prozesse können vom Körper besser bekämpft werden. Das Schweben in der zähflüssigen Masse entlastet zudem die Gelenke und löst Verspannungen. Beste Voraussetzungen, um die Lust an der Bewegung und am Leben wieder neu zu entdecken.

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