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Wenn sich die Haut nach Entspannung sehnt

Juckreiz, Hautauschlag oder -entzündungen: Woran liegt‘s und wie lässt sich die Haut wieder besänftigen? Das größte Organ unseres Körpers hat eine wichtige Schutzfunktion. Doch wenn es plötzlich an mehreren Stellen juckt, beißt und zwickt, sind die Signale eindeutig: Jetzt braucht unsere Haut selbst Schutz.

Was sind die Ursachen?

Die Ursachen für Juckreiz sind sehr vielfältig. Sie können relativ harmlos sein wie z. B. zu trockene Haut, gerade im Winter, wenn man sich viel in gut beheizten Innenräumen aufhält. Es kann aber auch eine chronische Hautkrankheit vorliegen. In seltenen Fällen sind auffällige Hautveränderungen sogar Hinweis auf eine innere Erkrankung, z. B. eine Störung der Leber- oder Nierenfunktion. Deshalb: Wenn‘s juckt, darf man ruhig etwas genauer hinsehen.

Wichtig: Die natürliche Schutzfunktion erhalten

Der intuitive Drang, sich zu kratzen, ist eine natürliche Reaktion auf den Juckreiz und sollte nicht unterbunden werden. Um die Haut weniger zu reizen, sollten sie jedoch auch alternative Handbewegungen wie Klopfen, Reiben, Drücken oder auch Streicheln ausprobieren. Denn die Schutzfunktion der Haut kann durch Kratzen so geschwächt werden, dass Allergene und andere Reize leichter eindringen und zusätzliche Entzündungen oder Immunreaktionen verursachen können. Wichtig ist deshalb auch regelmäßiges Eincremen, um Ihre Haut feucht und geschmeidig zu halten und so ihre Widerstandsfähigkeit gegen Eindringlinge zu stärken. Sonst kann eine Hauterkrankung auch chronisch werden.

Neurodermitis, Nesselsucht & Co. – was kann man tun?

Eine häufige chronische Hauterkrankung ist Neurodermitis, ein rötlicher Hautausschlag in Form von schuppigen Ekzemen und starkem Juckreiz. Meist wird Neurodermitis durch eine allergische Reaktion auf bestimmte Substanzen verursacht. Das können Tierhaare, Hausstaubmilben sowie bestimmte Schimmelpilze sein, Inhaltsstoffe von Kosmetika, Lebensmittelzusätze wie Konservierungsstoffe oder auch Metalle, darunter Amalgam, Chrom oder Nickel. Wenn die Haut nässende Bläschen oder Quaddeln aufweist, deutet das auf Nesselsucht hin − eine Hauterkrankung, die ebenfalls durch eine Allergie hervorgerufen werden kann.

Das ist auch der Grund, warum viele Therapiemaßnahmen nicht nur oberflächlich – an der Haut – ansetzen. Bei jeder allergischen Reaktion ist das Immunsystem im Spiel und weil es zu rund 80% im Darm verankert ist, sehen Experten hier einen wichtigen Ansatzpunkt. Gesunde Ernährung und die Zufuhr von organischen Mineralstoffen sind Grundbausteine jeder Allergietherapie.

Liegt keine Allergie vor, muss der therapeutische Ansatz ein anderer sein – z. B. bei der Schuppenflechte. Sie ist rein genetisch bedingt. Ihr Hautarzt wird Sie ausführlich dazu beraten.

Baden Sie Ihre Haut gesund

Bayerns Heilwasser ist genau das richtige Element, um strapazierter Haut wohltuende Entspannung zu spenden – von innen wie von außen.

Solebäder sind wahre Energiespender, sie lindern den Juckreiz und wirken entschlackend. Sie empfehlen sich auch bei trockener Haut: Während ein normales Bad der Haut Feuchtigkeit entzieht, wird beim Solebad Salz in der äußeren Hornschicht der Haut eingelagert und Wasser gebunden. So bleibt die natürliche Schutzschicht der Haut erhalten. Die Sole, ein Gemisch aus Wasser und Salz, transportiert essentielle Mineralbestandteile in konzentrierter Form in den Blutkreislauf. Das regt den Stoffwechsel an und aktiviert Ihre Selbstheilungskräfte.

Auch Kneipp- und Schrothkuren helfen, die Beschwerden zu lindern und die körpereigene Abwehr zu stärken. Eine Heilfastenkur entlastet das Immunsystem. Der Organismus beginnt, Fettdepots und Ablagerungen abzubauen und beseitigt dabei oftmals die Schadstoffe, die möglicherweise zum Auslöser von Allergien geworden sind.

Für Allergiepatienten sind besonders die heilklimatischen Kurorte zu empfehlen. Sie bieten ein pollen-, feinstaub- und allergenarmes Klima. Die intakte Natur Bayerns tut ihr Übriges dazu, damit Sie Ruhe tanken und wieder neue Kraft schöpfen können.

Juckreiz? Jetzt handeln

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