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Die Heilkraft des Wassers

Zweimal Wasserstoff gepaart mit einmal Sauerstoff – so schlicht ist die chemische Zusammensetzung des Elements Wasser.

Doch hinter dieser scheinbar simplen Kombination steckt viel mehr. Elementar sind vor allem die Heilkräfte der klaren Flüssigkeit, die seit Jahrtausenden bekannt sind. Zum Weltwassertag am 22. März informiert der Bayerische Heilbäder-Verband über die zahlreichen medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Wasser.

Heilen von außen

Sebastian Kneipp erforschte ein Leben lang die heilende Wirkung des Wassers. Die Anfänge seiner Therapie bestanden in Bädern in der winterlichen, eiskalten Donau, mit denen er seine Tuberkulose auskurierte. Nach und nach kam er zu der Erkenntnis, dass auch warmes Wasser und wechselwarme Reize gegen Gesundheitsbeschwerden helfen. Voll- oder Teilbäder, Güsse, Waschungen, Wickel, Dampfbäder und Wassertreten sind bis heute feste Bestandteile einer Kneipp-Kur, die Immunsystem und Heilungskräfte des Körpers anregt. Im Kurort Bad Wörishofen, im Landkreis Unterallgäu, behandelte Sebastian Kneipp ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Besucher, darunter auch Prinzen und hohe Geistliche. Auch heute ist die Beliebtheit der Kneippkur ungebrochen: Die wohltuende Wirkung der Wasseranwendungen ist zum Beispiel in den von Kneipp gegründeten und heute hochmodern ausgebauten Kurhäusern Sebastianeum und Kneippianum zu erleben.

Thermalwasser

Thermalwasser kommt heiß aus der Erde und unterscheidet sich von normalem Quellwasser durch seine Inhaltsstoffe, also Mineralien und Spurenelemente, die über die Haut aufgenommen werden, wie z. B. Schwefel, Kohlensäure oder Radon. Durch die besonderen Reize dieses Thermalwassers kommt es an der Körperoberfläche zu chemischen und physikalischen Reaktionen. Je nach Konzentration und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe hilft Thermalwasser bei unterschiedlichen Leiden von Muskelverspannungen, Hautleiden bis zu Rheumatismus. Dabei werden die Anwendungen individuell von Fachärzten erstellt. Schwefelbäder mit einem Gemisch aus verschiedenen Schwefelverbindungen regen die Durchblutung an und wirken heilend bei Gelenkerkrankungen. Kohlensäurebäder fördern durch ihren Gehalt an Kohlendioxid die Durchblutung der Haut, helfen bei Bluthochdruck, stärken die Venen und lindern Herz-Kreislaufbeschwerden.
Ebenfalls aus der Tiefe der Erde stammt die Sole. Das Kochsalzhaltige Wasser eignet sich vor allem zur Therapie von Haut und Atemwegen, durch seine entzündungshemmende Wirkung aber auch für Kosmetikanwendungen. Bei Bädern in Sole schwebt der Körper fast schwerelos durchs Wasser. Die Muskulatur wird so entlastet, Rheuma und Rückenschmerzen gelindert. Auch bei Herz-Kreislaufleiden ist die schonende Bewegung im Solebecken vorteilhaft.

Heilen von innen

Heilwasser kann aber nicht nur zur Badetherapie verwendet werden, sondern ist auch in Form einer innerlichen Anwendung als Trinkkur fester Bestandteil einer Behandlung am Kurort. So regt sulfatreiches Heilwasser das Verdauungssystem an und wirkt deshalb diätunterstützend. Auch Harninfekte werden damit erfolgreich behandelt. Calciumreiches Wasser unterstützt die Remineralisierung der Knochen und ist ideal zum Vorbeugen oder Behandeln von Osteoporose, magnesiumreiches Wasser hilft bei Stress und Migräne. Zum Ausgleich des Säure-Basen Haushalts kann hydrogencarbonathaltiges Wasser getrunken werden.
 

Bayerische Gesundheitsangebote rund um die Heilkraft des Wassers

1. Kneipp zum Kennenlernen in Bad Wörishofen

  • 7 Übernachtungen mit Frühstück
  • ärztlicher Check-up
  • 8x Kneippanwendungen
  • 2x Massagen
  • 2x Bewegungstraining im Rahmen der gesundheitsfördernden Maßnahmen
  • Kurtaxe
  • Preis pro Person ab € 340,00

2. Bad Endorf – Die Kraft des Wassers tanken

  • 7 Übernachtungen inkl. Frühstück / bei Ferienwohnungen ohne Frühstück
  • 5 Jod-Thermalbäder á 3 Stunden
  • 2 Wohlfühlmassagen oder physikalische Massagen
  • 1 Gesundheitswanderung mit Tiefenentspannung
  • 1 Nordic Walking
  • 1 Geführte Kräuter- oder Bergwanderung
  • Nutzung der Kneippanlage in den Sommermonaten
  • Pro Person ab € 205,00

3. Heilquellen entdecken in Bad Brückenau

  • 7 Übernachtungen mit Frühstück
  • Tägl. 5 Heilquellen: König Ludwig I.- Quelle, die Stabilisierende; Wernarzer Quelle, die Reinigende; Sinnberger Quelle, die Belebende; Lola Montez Quelle, die Schönheitsquelle;Bad Brückenauer Vital Quelle, die Vitalisierende
  • Sport & Freizeit: Tennishalle/platz, Nordic Walking Zentrum, Kneippbecken, Kultur- und Freizeitprogramm, Eintrittskarte für das Dt. Fahrradmuseum
  • pro Person im Doppelzimmer ab € 179,00

 

Über den Bayerischen Heilbäder-Verband:
Der Bayerische Heilbäder-Verband wurde am 1. März 1948 gegründet und ist damit der älteste Regionalverband im deutschen Bäderwesen. Er ist die wichtigste Organisation im Kurbereich auf Landesebene. Der Verband hat seinen Sitz in Bad Füssing. Unter dem Dach des Bayerischen Heilbäder-Verbandes sind derzeit 47 Kommunen und 21 Kurbetriebe organisiert. Alle Orte sind vom Freistaat Bayern als Heilbäder, Kneipp- oder Schrothkurorte, heilklimatische Kurorte oder Luftkurorte anerkannt. Ein Hauptziel des Bayerischen Heilbäder-Verbandes ist die Förderung der Gesundheit durch qualifizierte Kuren, Reha-Maßnahmen und gesundheitsbetonte Urlaubsprogramme. Der Verband vertritt die Interessen der bayerischen Heilbäder in den verschiedensten Bereichen – insbesondere gegenüber den Parlamenten, Ministerien, Sozialversicherungen, Krankenkassen und anderen Institutionen in Deutschland sowie auf europäischer Ebene. Um die hohe Qualität des Angebots in allen Bereichen zu sichern, fördert der Verband die Kurortmedizin, die Kurortwissenschaft und die Bäderwirtschaft. Er engagiert sich zudem dafür, dass die typischen Naturheilmittel der jeweiligen Orte Qualitätspfeiler des Gesundheitsangebotes bleiben.