"Unser Gehirn muss genauso trainiert werden, wie andere Muskelgruppen im Körper."

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Je älter wir werden, desto langsamer funktionieren einige Prozesse in unserem Gehirn. Das Kurzzeitgedächtnis verändert sich, die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung des Gehirns lässt nach, und – Hand aufs Herz – können Sie sich noch so viel merken, wie früher? Wenn Sie sich als junger Mensch gerade entspannt zurücklehnen: Aufgepasst! Bereits mit 20 Jahren haben unsere Hirnfähigkeiten ihren Höhepunkt erreicht. Von da an lässt unsere Fähigkeit zu logischem und abstrakten Denken kontinuierlich nach.

Brainfitness ist eine Methode, mit der Sie diesem Prozess entgegenwirken können. Michael Randl, #gesundkannjeder-Experte für Brainfitness, erklärt, was dahintersteckt.

Brainfitness: Vielleicht ist Ihnen die Bezeichnung Gehirnjogging geläufig. Hinter beiden Begriffen verbirgt sich, dass unser Gehirn gefordert werden muss, um aktiv und leistungsfähig zu bleiben. Im Alltag ist das Lösen von Kreuzworträtseln oder Buchstabensalaten eine bekannte Möglichkeit – aber Brainfitness verbindet vor allem kognitive Übungen mit motorischen. „Durch die Verknüpfung von Denksport und Bewegung wird unser Gehirn besonders gefordert – damit können Impulse gegeben werden, Stress zu reduzieren und unsere Konzentrationsfähigkeit zu steigern“, erklärt Randl. Das funktioniert bis ins hohe Alter.

Dabei sind die Möglichkeiten zahlreich. Warum es sich lohnt, seinen Alltag mit Brainfitness-Übungen anzureichern, ist schnell erklärt. "Unser Gehirn muss genauso trainiert werden, wie andere Muskelgruppen im Körper. Findet das nicht statt, lösen sich Synapsen im Gehirn. Das hat zur Folge, dass unser Nervensystem schlechter vernetzt ist und die Leistungsfähigkeit des Gehirns abnimmt", fügt der #gesundkannjeder-Experte hinzu.

Besonders bei Menschen, die eine sitzende Tätigkeit ausführen und viel Zeit vor dem Computer verbringen, ist die Konzentrationsfähigkeit gefordert. Denn sich stundenlang voll konzentriert einer Aufgabe zu widmen, ist für das menschliche Gehirn de facto nicht machbar. Aber auch Ihre Feinmotorik und Koordination können Sie mit Brainfitness-Übungen trainieren.

Je mehr Sie trainieren, desto stärker profitiert Ihr Gehirn. Bereits Zehn bis 15 Minuten pro Tag reichen aus, um Ihrem Gehirn neue Impulse zu geben.

 

Eine kleine Fingerübung als Beispiel:

  1. Stellen Sie sich aufrecht hin, stabiler Stand, die Beine sind hüftbreit geöffnet.
  2. Heben Sie Ihre Hände auf Brusthöhe.
  3. Mit Ihrer rechten Hand zeigen Sie das „Peace“-Zeichen – strecken also Zeige- und Mittelfinger.
  4. Mit Ihrer linken Hand zeigen Sie das „Rocker“-Zeichen – strecken also Zeige- und kleinen Finger.
  5. Versuchen Sie nun, im Wechsel die Handzeichen mit links und rechts gleichzeitig auszuführen. Wiederholen Sie den Wechsel zehn Mal. Wenn es sich am Anfang fremd anfühlt, werfen Sie nicht das Handtuch. Wiederholen Sie den Wechsel langsam und verinnerlichen Sie die Bewegungen. Mit etwas Übung steigert sich auch Ihre Geschwindigkeit.

 

Durch sich wiederkehrend verändernde Routinen und Abläufe im Alltag und mit Brainfitness-Übungen fordern und fördern Sie Ihr Gehirn. Durch die Unterbrechung lösen Sie Routinen auf und „entfliehen“ für ein paar Minuten dem Alltag. Das kann Ihr Stresslevel senken und so gleichzeitig Ihre geistige Gesundheit fördern.

Für vertiefende Impulse zum Zusammenhang zwischen Brainfitness und geistiger Gesundheit bietet das Programm #gesundkannjeder in den bayerischen Heilbädern und Kurorten eine ideale Möglichkeit. Gönnen Sie sich eine kurze Pause vom Alltag und widmen Sie sich in der Kulisse Bayerns ausschließlich Ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit. Die Expert*innen am jeweiligen Kurort leiten Sie an, geben Ihnen das Rüstzeug an die Hand, um auch im Alltag Brainfitness und Entspannungsübungen zu integrieren. Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm und zu den teilnehmenden Orten.

Portrait Experte Michael Randl
Experte Michael Randl
Brainfitness-Experte