Gsunde Gschichten

 Von Asthma und Burnout über Wechseljahre bis Zöliakie informieren Sie unsere AutorInnen hier über alle Gesundheitsthemen, die das Leben so mit sich bringt - ganzheitlich, mit medizinsch-therapeutischer Kompetenz und inspiriert von der Heilkraft bayerischer Naturschätze. Gönnen Sie sich diese Lesezeit!

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Mein Terminkalender ist voll: Im Job jagt eine Deadline die nächste, nach Feierabend hetze ich zu Freunden, Familie oder Sport und am Wochenende stehen Putzen, Waschen und Einkaufen auf meiner To-do-Liste. Ich fühle mich gestresst, bin mies drauf – und brauche dringend eine Auszeit! Sie auch?

Wenn die Zeit für einen Urlaub am Meer nicht reicht, verspricht die Totes-Meer-Salzgrotte in Bad Griesbach Ruhe und Entspannung. Ich mache den Test.

Ein wenig zögerlich betrete ich den höhlenartigen, circa 30 m² großen Raum in der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach. Von der Decke hängen weiße Stalaktiten aus Meersalz, der Boden ist aus Steinsalz. Im Halbkreis stehen zehn Liegestühle. Eingehüllt in eine warme Decke, mache ich es mir auf einem von ihnen gemütlich. Ich hole tief Luft. Es riecht tatsächlich ein bisschen nach Meer und fühlt sich beim Atmen klarfrisch und rein an. Sanftes, grün-bläuliches Licht wechselt langsam die Farbe. Leise, sphärische Musik hilft mir dabei, abzuschalten und den Alltag loszulassen. Ich schließe die Augen, genieße die Ruhe und merke, wie sich meine Muskeln entspannen. Kurz kreisen meine Gedanken noch darum, was ich alles erledigen muss, wenn ich wieder zu Hause bin – doch dann stoppt das Gedankenkarussell auf wundersame Weise.

Ganz langsam döse ich ein – und wache erst wieder auf, als Dieter Lustinger mich leicht an der Schulter berührt. „Ist eine Dreiviertelstunde schon um?“, frage ich ihn erstaunt. Der Werkleiter – so nennt man den Geschäftsführer einer kommunalen Einrichtung – nickt und lächelt: „Ruhen Sie sich noch kurz aus. Ich warte im Bistro auf Sie.“ Ich bleibe noch einige Minuten liegen und spüre nach: Mein Kopf ist frei, meine Glieder sind schwer und ich fühle mich nach den 45 Minuten in der Totes-Meer-Salzgrotte erholt und gut gelaunt.

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Das Besondere: Echtes Salz aus dem Toten Meer

Entspannt betrete ich die liebevoll angelegte Dachterrasse des Bistros. Wasserbecken, Holz, Steine, Büsche, Sträucher und Kräuter sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Die bequemen Gartenmöbel laden zum Verweilen ein. Bei einer Tasse Kräutertee erklärt mir Dieter Lustinger, was seine Salzgrotte in Bayern so besonders macht: „Unsere Grotte besteht aus natürlichem Salz aus dem Toten Meer. Damit es nicht schmilzt, müssen wir den Raum belüften und immer eine bestimmte Temperatur halten. Wir haben das Salz extra aus Jordanien importiert, weil es als Heilmittel für Atemwegserkrankungen schon seit Jahrhunderten bekannt ist.“ Salz ist übrigens nicht nur für die Lungen und Atemwege eine Wohltat – ein Besuch in der Totes-Meer-Salzgrotte kann auch folgenden Beschwerden entgegenwirken:

  • Erkältung: Der hohe Salzgehalt lässt die Schleimhäute abschwellen und stoppt den Hustenreiz. Betroffene atmen wieder tief durch.
  • Hauterkrankungen: Das natürliche Heilmittel sorgt dafür, dass juckende, schuppende Haut schneller heilt und sich wieder sanft und geschmeidig anfühlt.
  • Stressabbau: Die Kombination aus reiner Luft, sanftem Licht und beruhigender Musik senkt den Blutdruck. Der Körper kommt zur Ruhe und die Gedanken fließen frei.

Ob und wie ein Besuch in der Totes-Meer-Salzgrotte hilft, ist ganz unterschiedlich. „Das ist so wie bei Medikamenten“, meint Dieter Lustinger. „Bei den einen hilft es zu hundert Prozent, bei den anderen hilft’s halt nicht.“ Grundsätzlich ist die Salzgrotte aber für jeden geeignet – für Alt und Jung, für Kinder und Erwachsene, für Ruhesuchende und Menschen, die gezielt ihre Beschwerden lindern möchten. Gegen einen täglichen Besuch spricht ebenfalls nichts.

Ein Tag in der Wohlfühl-Therme: Gute Laune und neue Energie

Nach dem Aufenthalt in der Salzgrotte und einem Tässchen Tee fühle ich mich zwar schon wunderbar erholt – nach Hause will ich aber noch nicht. „Die Totes-Meer-Salzgrotte ist nur ein kleiner Teil unserer Therme“, klärt Dieter Lustinger mich auf. „Wenn Sie dem Alltag noch ein bisschen mehr entfliehen wollen, empfehle ich Ihnen unsere Becken mit Heilwasser.“ Das klingt gut, finde ich. Den Rest des Tages lasse ich mich im warmen, wohltuenden Thermalwasser treiben, entspanne im Whirlpool und genieße den kräftigen Wasserstrahl der Massagedüsen.

Schon auf der Heimfahrt stelle ich fest, dass ich mich frischer, ausgeglichener und weniger gestresst fühle als vorher. Die kurze Auszeit hat gereicht, um neue Kraft zu tanken und mir meine gute Laune zurückzuholen. Und wenn ich merke, dass der Stress wieder die Oberhand gewinnt, streiche ich einfach ein paar Termine aus meinem Kalender und finde in einem der bayerischen Heilbäder und Kurorte zurück zu meinem inneren Gleichgewicht.

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Katharina Winter

Katharina Winter ist am liebsten draußen in der Natur unterwegs – zu Fuß, mit dem Radl und manchmal auch mit einem Segelschiff. Seit mittlerweile 13 Jahren wohnt die gebürtige Rheinländerin in München und erkundet die wunderschöne bayerische Landschaft so oft wie möglich. Eine gesunde und leckere Brotzeit gehört für sie zu einem gelungenen Ausflug dazu. Ihre Neugier und ihr Interesse für andere Kulturen ziehen sie auch immer mal wieder in die weite Welt hinaus.

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