Vom Aufbrechen, loslassen und glücklich werden

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Ob duftende Wildblumen im Frühling, goldenes Sonnenlicht im Sommer, bunte Blätter im Herbst oder schneebedeckte Fernsicht im Winter: Jede Jahreszeit sorgt in den Bergen, Wäldern und Wiesen der bayerischen Heilbäder und Kurorte für eine einzigartige Atmosphäre. Wegen des gesunden Heilklimas in vielen der Orte fühlt sich Wandern dort gleich doppelt gut an.

Die Natur erleben, Stress abbauen und etwas für die Gesundheit tun: Wandern erfreut sich laut dem Statistikportal „Statista“ immer größerer Beliebtheit. Rund sieben Millionen Deutsche schnürten im Jahr 2020 mehrmals ihre Wanderschuhe, Tendenz steigend. Gerade in Pandemie-Zeiten spielen Faktoren wie Bewegung im Freien, Stärkung des Immunsystems und Erholung im eigenen Land eine wichtige Rolle. Die Gesundheitsexperten in den bayerischen Heilbädern und Kurorten fördern diesen Trend und bieten seit Jahren geführte Wanderungen für ihre Gäste an.

 

Die philosophische Seite des Wanderns

Dem Wandern wird aber noch weit mehr Positives als nur die gesunde Verbindung von Sport und Erholung zugeschrieben. Für den Berliner Philosophen Albert Kitzler ist Wandern ein Spiegelbild des Lebens, wie er in seinem Buch „Vom Glück des Wanderns: Eine philosophische Wegbetrachtung“ schreibt. Es gehe – sowohl beim Wandern als auch im Leben – ums Aufbrechen und Loslassen. Um Anstiege und Abstiege. Um Durststrecken und das erhebende Gefühl, ein Ziel zu erreichen. Hier 10 weitere Gründe, warum Wandern so gut für Körper, Geist und Seele ist:

 

1. Bewegung auf die natürliche Art

Gehen ist die natürlichste und umweltfreundlichste Art der Fortbewegung. Durch den gleichbleibenden Rhythmus beim Wandern bekommt die Bewegung etwas Meditatives und zugleich etwas Lösendes – beispielsweise von Denkblockaden.

 

2. Naturerlebnis, das verbindet

Die frische Luft einatmen, das Grün von Bäumen und Wiesen genießen und die Schönheit der Natur erfassen: Wandern verbindet mit der Natur und lässt den Menschen spüren, dass er Teil eines größeren Ganzen ist. So manche Sorgen erscheinen dann plötzlich kleiner. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass der Kontakt mit der Natur den Geist anregt und kognitiv belebende Effekte hat. Das Gehirn kann draußen besser arbeiten, der Wandel der Landschaft regt zu Gedankensprüngen an.

 

3. Immunsystem stärken

Wer sich regelmäßig bewegt, wird seltener krank. Wärme- und Kältereize beim Wandern trainieren das Immunsystem bei jedem Wetter.

 

4. Ausdauer verbessern

Wandern ist ein Paradebeispiel für aerobes Training, sprich moderates Ausdauertraining. Dabei wird der Herzmuskel gestärkt und mehr Blut pro Herzschlag durch den Körper gepumpt. In der Folge sinkt der Puls sowohl bei Belastung als auch im Ruhezustand. Das Herz-Kreislauf-System profitiert.

 

5. Muskeln kräftigen

Regelmäßiges Wandern stärkt den Bewegungsapparat und trainiert die gesamte Haltemuskulatur des Körpers. Po-, Bein- und Fußmuskeln werden aktiviert und gekräftigt, Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder stabilisiert.

 

6. Fettverbrennung ankurbeln

Zu den positiven physischen Effekten gehört auch die Anregung des Stoffwechsels, besonders des Fettstoffwechsels. Wandern ist ein Kalorienkiller und unterstützt beim Abnehmen. Als Faustformel gilt: Bei einer leichten Wanderung verbrennt der Körper pro Stunde rund 350 Kalorien. Bei einer Wanderung in den Bergen steigt der Verbrauch auf 555 Kalorien.

 

7. Produktion von Glückshormonen

Der angeregte Stoffwechsel lässt auch die Produktion körpereigener Hormone und Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin steigen. Das erzeugt Wohlbefinden und Glücksgefühle. Zugleich reduziert sich die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol, was sich auch in einer Verbesserung der Stimmungslage bemerkbar macht.

 

8. Abenteuerlust entdecken

Wandern bedeutet auch Abstand gewinnen, den Alltag hinter sich lassen, den Kopf frei bekommen und abschalten. Das schafft Raum für neue Begegnungen und Perspektiven und macht Lust, Unbekanntes zu erforschen. Die Umgebung zu Fuß zu erkunden, ist stets ein kleines Abenteuer.

 

9. Achtsamkeit zelebrieren

Wenn jeder Schritt zählt, muss man ganz im Hier und Jetzt sein. Achtsamkeit heißt, die Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment zu lenken. Bewusst wahrzunehmen und zu spüren, was gerade ist. Das bringt auch Entschleunigung mit sich – eine Wohltat für die Seele.

 

10. Selbstbewusstsein stärken

Sich ein Ziel setzen und mit eigener Kraft erreichen macht jeden Menschen stolz. Wer sich nach einer langen Wanderung umdreht, ist oft verwundert, wie weit die eigenen Beine getragen haben. In kleinen Gruppen, wie sie bei den geführten Wanderungen in den bayerischen Heilbädern und Kurorten angeboten werden, kommt als Plus hinzu, in der Gemeinschaft unterwegs zu sein. Was das Wandererlebnis oft noch intensiver macht – ideal, um neue Kraft und Energie zu tanken.