Seit Beginn der Pandemie hat eines versucht unseren Alltag einzunehmen: das Nichtstun. Eine Fähigkeit, die viele von uns erst erlernen müssen und deren Komplexität den meisten nicht bewusst ist. Aber wieso fällt uns das eigentlich so schwer? Was ist der Unterschied zwischen Langeweile und Nichtstun? Und wieso ist Ruhe die Grundlage für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden?

Widersprüchlich zur Pandemie ist unser Lebenstempo in den letzten Jahren enorm angestiegen. Ein Grund dafür ist, dass Prozesse durch die Digitalisierung beschleunigt worden sind und wir uns diesem Tempo anpassen müssen. Laut einer Statistik haben ungefähr 26 Prozent der Deutschen sogar das Gefühl, in einer sehr gehetzten Zeit zu leben, in der alles immer stressig erscheint. #gesundkannjeder-Experte für Brain-Fitness Michael Randl meint: „Gerade aufgrund der Hektik heutzutage ist Entspannung und Nichtstun grundlegend wichtig für unseren Körper und Geist. Viele Menschen sehnen sich zwar nach Ruhe, können diese aber in der Wirklichkeit schwer ertragen.“

 

Sich Entspannung erlauben

Es gibt viele Gründe, weshalb uns Nichtstun so schwerfällt. Neben Alltagsstress und einem hektischen Umfeld sind besonders langvertiefte Glaubenssätze Steine auf dem Weg zur Entspannung. Sprichwörter wie „man solle nicht auf der faulen Haut liegen“, „wer rastet der rostet“ oder auch „Zeit ist Geld“ begleiten uns meist unbewusst im Alltag. Michael Randl erklärt: „In unserer Kindheit lernen wir, dass Nichtstun eine Schwäche ist und mit negativen Eigenschaften wie Faulheit oder Langeweile in Verbindung steht. Um richtig entspannen zu können, müssen wir diese Glaubenssätze jedoch verwerfen.“ Denn besonders für unsere körperliche und geistige Gesundheit ist Entspannung wichtig.

Wie bereits erwähnt, wird Entspannen oft mit Langeweile gleichgesetzt. Der #gesundkannjeder-Experte meint: „Langeweile ist eine Qual, das bewusste Nichtstun ist hingegen ein Zustand der körperlichen und seelischen Ruhe. Hier liegt ein großer Unterschied vor.“ Neben den vertieften Glaubenssätzen ist ein weiterer Grund für die Schwierigkeit des Ruhens, Angst. „Viele Menschen haben Angst vor dem Nichtstun. Es könnten Gefühle der Leere und Einsamkeit aufkommen. Dabei begegnen wir uns „nur“ selbst“, erläutert der Experte. Neben all der Hektik ist es also für Körper und Geist unverzichtbar, auch mal zu ruhen. Der wichtigste Punkt, um Anspannung entgegenzuwirken, ist die eigene Erlaubnis zu entspannen. Michael Randl betont: „Es ist eine Kunst, auch mal auf der „faulen Haut“ liegen zu können. Nur so funktioniert unser Körper langfristig.“

Praktische Entspannungsübungen für den Alltag - Hier geht´s zu den Übungen.

 

Die Balance zwischen „Nichtstun“ und einem gesunden Alltagsleben mit #gesundkannjeder

Nichtstun ist ein Talent und für die körperliche und geistige Gesundheit unverzichtbar. Das exklusive Gesundheitsprogramm #gesundkannjeder in den bayerischen Heilbädern und Kurorten befasst sich mit zahlreichen Themen rund um eine bewusste und gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und geistiger Gesundheit, wobei es auch um Entspannungstechniken geht. Im Fokus des Gesundheitsprogramms #gesundkannjeder steht dabei, den Teilnehmer*innen Anregungen zu liefern, mit denen sich Körper, Geist und Gesundheit (wieder) in Einklang bringen lassen. Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Alltag, entspannen Sie richtig und fördern Sie so nachhaltig Ihre Gesundheit. Expert*innen am jeweiligen Kurort leiten Sie an und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam den Weg in ein Leben, in dem es guttut, auch mal „auf der faulen Haut zu liegen“. Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm und zu den teilnehmenden Orten.

Weitere Informationen zu #gesundkannjeder

Hier sehen Sie den ehemaligen Profifußballer Philipp Lahm in Wanderbekleidung. Er spaziert durch eine Waldweg. Um ihm herum sind Büume un Büsche zu sehen, auf dem Boden liegt trockenes Laub.
#gesundkannjeder
Ein Programm, drei Module
 
Hier sehen Sie eine Frau auf einer Hotelterrasse frühstücken.
Partnerorte
#einfachgesundstarten
 
Hier sehen Sie eine Frau beim Yoga praktizieren. Hinter ihr steht der Kursleiter und leitet die Frau durch die Übung durch. Ihre Arme sind über die Seite nach außen gestreckt. Ihr Blick geht über die rechte Schulter.
Philipp Lahm & GESUNDES BAYERN